Wir fordern internationale Aufklärung über systematisches Unrecht gegen das afghanische Volk
Sehr geehrte Damen und Herren,
Der pakistanische Militärgeheimdienst ISI wurde 1948 unter maßgeblicher Beteiligung von Major General Walter Cawthorn gegründet und diente vorrangig den strategischen Interessen Großbritanniens. Die von der ISI angewandten Methoden der Unterdrückung, Einschüchterung und Gewalt zeigen strukturelle Parallelen zu autoritären Geheimdiensten, insbesondere zur Gestapo des Nazi-Regimes unter Adolf Hitler. In diesem Zusammenhang wird Major General Walter Cawthorn eine Rolle zugeschrieben, die strukturelle Parallelen zu Heinrich Müller bei der Gestapo aufweist.
Die systematische Unterdrückung der Gestapo in Nazi-Deutschland dauerte sieben Jahre. Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass das Hitler-Regime durch den militärischen Einsatz der Alliierten gestürzt und die von der Gestapo ausgehende Tyrannei und Gewalt beendet werden konnte. Afghanistan nahm sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg eine neutrale Haltung ein. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, weshalb der vom Major General Cawthorn gegründete ISI dennoch Methoden der Gestapo-Strategie gegen das afghanische Volk auf beiden Seiten Afghanistans einsetzte und warum diese Maßnahmen bis heute, also seit mittlerweile 78 Jahren, andauern.
Hochrangige Generäle des pakistanischen Militärs, darunter der derzeitige Oberbefehlshaber General Asim Munir, sowie verschiedene Diktaturen Pakistans, darunter Mitglieder der Sharif Familie werden beschuldigt, schwerste Menschenrechtsverbrechen gegen das Volk des Großafghanistans begangen zu haben. Dazu zählen Tötungen von Kindern, Frauen und unschuldigen Zivilisten sowie systematische Unterdrückung. Ihnen wird vorgeworfen, mehr als 30 terroristische Gruppierungen ausgebildet und unterstützt zu haben, um diese für strategische Terrorakte und Völkermord einzusetzen – unter dem Vorwand einer vorgetäuschten Terrorismusbekämpfung. In diesem Zusammenhang wird die Auffassung vertreten, dass die Anschläge vom 11. September unter Beteiligung des pakistanischen Geheimdienstes ISI sowie weiterer Staaten geplant wurden, um ausländischen Streitkräften einen Vorwand für den militärischen Einmarsch in Afghanistan zu liefern.
Manche pakistanische Militärvertreter haben öffentlich angedeutet, dass sie an Großbritanniens und anderer Staaten verkauft worden sind. Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif erklärte im April 2025 in einem Interview mit Sky News, dass Pakistan in der Vergangenheit „schmutzige Arbeit“ für die USA und den Westen, einschließlich Großbritannien, geleistet hat.
Uns ist bewusst, dass das Volk in Sindh und Punjab aufgrund des Militär- und Diktatorenregimes in Pakistan sehr unzufrieden ist. Tatsächlich existiert derzeit keine funktionierende Regierung; die politische Macht liegt vollständig in den Händen des Militärgeheimdienstes ISI, von General Asim Munir und der Sharif-Familie. Viele Bürger – darunter Ladenbesitzer, Beamte, Journalisten, Lehrer, Arbeiter und Studenten – können aufgrund von Angst ihre Meinung nicht frei äußern. Kritiker des Militärs oder der Regierung werden eingeschüchtert, schikaniert, verhaftet, gefoltert oder getötet. Auch religiöse Führer, die sich nicht den Vorgaben der Machthaber beugen, werden verhaftet, gefoltert oder ermordet. Wenn ein Kritiker verhaftet wird, findet kein reguläres Gerichtsverfahren statt. Stattdessen stehen Gerichte und Staatsanwälte unter starkem Druck von General Asim Munir, den Militärgenerälen und der Sharif-Familie, Kritiker zu verurteilen – sei es zu Haftstrafen oder sogar zur Todesstrafe.
Die pakistanischen Sicherheitskräfte und Behörden schikanieren das afghanische Volk systematisch. Berichten zufolge kommt es bei Begegnungen mit afghanischen Staatsangehörigen häufig zu Festnahmen, körperlicher Gewalt, Durchsuchungen und Entwendung von Geld. In manchen Fällen werden Afghanen fälschlicherweise des Drogenbesitzes beschuldigt, um sie zu inhaftieren. Angehörige berichten, dass sie oft hohe Geldsummen zahlen müssen, um ihre Verwandten freizubekommen.
Wir sind keine Feinde der zivilen Bevölkerung von Sindh oder Punjab. Wir machen jedoch deutlich: Solange die tyrannischen Generäle und die Sharif-Familie die politische Macht innehaben – ähnlich wie die Machtübernahme durch Adolf Hitler in Nazi-Deutschland – wird Afghanistan den Transport pakistanischer Waren über afghanisches Gebiet nach Zentralasien nicht erlauben. Erst mit der Übertragung der Regierungsgewalt auf ein parlamentarisches System sowie dem Rückzug des Militärs und der Sharif-Familie aus der Innen- und Außenpolitik Pakistans und ihrer Nichteinmischung in die Angelegenheiten Afghanistans wäre Afghanistan bereit, den Transit pakistanischer Waren gegen entsprechende Transitgebühren zuzulassen.
Wir lehnen es entschieden ab, dass unser Volk – von Kindern und Frauen bis zu alten Menschen – weiterhin der Gewalt und Willkür militärischer Tyrannen und Diktatoren Pakistans ausgesetzt bleibt. Das afghanische Volk auf beiden Seiten der Durand-Linie fordert Freiheit, Würde und Selbstbestimmung und lehnt eine Verwaltung durch Pakistans Militärregime und Kriegsverbrecher ab.
Wir stellen klar:
– Belutschistan und Paschtunkhwa sind untrennbare Teile des afghanischen Territoriums, und ihre Bevölkerung gehört zum afghanischen Volk.
– Wir werden keinen einzigen Zentimeter unseres Territoriums an Pakistan abtreten.
– Wir werden den Transit pakistanischer Waren über afghanisches Gebiet nach Zentralasien nicht zulassen, solange Militär, Geheimdienste und die Sharif-Familie die Macht in Pakistan monopolisiert halten.
– Belutschistan und Paschtunkhwa sind untrennbare Teile des afghanischen Territoriums, und ihre Bevölkerung gehört zum afghanischen Volk.
– Wir werden keinen einzigen Zentimeter unseres Territoriums an Pakistan abtreten.
– Wir werden den Transit pakistanischer Waren über afghanisches Gebiet nach Zentralasien nicht zulassen, solange Militär, Geheimdienste und die Sharif-Familie die Macht in Pakistan monopolisiert halten.
- Wir setzen den bilateralen Handel mit Pakistan bis auf Weiteres auf null.
Wir wenden uns an die internationale Gemeinschaft mit der dringenden Forderung nach Aufklärung über schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und systematische Unterdrückung, die seit Jahrzehnten gegen das afghanische Volk auf beiden Seiten der Durand-Linie, insbesondere in Belutschistan und Paschtunkhwa, begangen werden.
Besonders alarmierend ist das Schicksal von über 100.000 Menschen in Belutschistan und Paschtunkhwa, die als gewaltsam verschwunden gelten. Wir fordern eine unabhängige internationale Untersuchung zur Klärung ihres Verbleibs und verlangen Antworten auf die Fragen: Wo befinden sich diese Menschen? Wurden sie getötet? Wenn ja, wann und wo? Darüber hinaus fordern wir die unverzügliche Freilassung aller politischen Gefangenen und Menschenrechtsaktivisten, darunter Frau Dr. Mahrang Baloch, Frau Beebow Baloch und Herr Ali Wazir.
Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und diese Vorwürfe unabhängig, transparent und umfassend zu untersuchen.
In Erwartung internationaler Gerechtigkeit.
Mit freundichen Grüßen
