Liberal Demokratic Party of Afghanistan
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Dringender Appell an alle Länder der Welt zur humanitären Soforthilfe für die notleidenden Zivilbevölkerung in Afghanistan
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
namens der betroffenen Menschen und angesichts der sich zuspitzenden humanitären Lage in Afghanistan wenden wir uns mit einem dringenden Hilfegesuch an die internationale Staatengemeinschaft. Das Land ist derzeit mit einer beispiellosen Kumulation aus Naturkatastrophen und bewaffneten Angriffen der  Kriegsverbrecher Pakistans konfrontiert, welche die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen existentiell bedrohen.
 

1. Verheerende Naturkatastrophen

Seit dem 25. März 2026 führen anhaltende Starkregen und Sturzfluten zu massiven Zerstörungen in mehreren Provinzen.
 
  • Opferzahlen: Nach aktuellem Stand (05. April 2026) sind mindestens 77 Todesopfer und 137 Verletzte zu beklagen.
     
  • Infrastruktur & Landwirtschaft: Rund 2.500 Häuser wurden vollständig zerstört. Der Verlust von 5.400 Hektar Agrarfläche und über 1.000 Nutztieren entzieht der ländlichen Bevölkerung die Nahrungsgrundlage.
     
  • Zusätzliche Erschütterung: Ein Erdbeben am 4. April im Norden Afghanistans sowie in Kabul forderte weitere 12 Menschenleben und verschärfte das Leid der betroffenen Bevölkerung.
     

2. Militärangriffe der Kriegsverbrecher Pakistans und zivile Opfer

 
Seit dem 21. Februar 2026 kommt es nahezu täglich zu Angriffen aus Pakistan in neun Provinzen Afghanistans (Khost, Kabul, Kandahar, Paktia, Paktika, Nangarhar, Kunar, Nuristan und Laghman). Dabei werden wahllose Bombardierungen sowie verschiedene Waffentypen – darunter Raketen, Mörsergranaten, Artilleriegeschosse und Drohnen – eingesetzt, wodurch zahlreiche Zivilisten, einschließlich Säuglingen, Kindern, Frauen und älteren Menschen, getötet oder schwer verletzt wurden
 
  • Zivile Verluste: Durch Bombardierungen und den Einsatz schwerer Waffen des pakistanischen Militärs wurden bisher 761 Zivilisten getötet und 626 weitere verletzt – darunter zahlreiche Frauen, Kinder und ältere Menschen.
     
  • Zerstörung ziviler Einrichtungen: Die Bilanz umfasst die Zerstörung von 1.140 Wohnhäusern, 13 Schulen, 3 Kliniken sowie 34 Moscheen. Über 27.000 Familien wurden infolge dieser Militärangriffe Pakistans obdachlos.
     

3. Prekäre Flüchtlingssituation.

Die erzwungene Rückkehr und Vertreibung von rund 5 Millionen afghnischen Flüchtlingen aus Pakistan und Iran seit 2023  haben zu einer akuten humanitären Krise geführt. Viele Betroffene leben derzeit ohne Unterkunft, Nahrung oder Zugang zu Arbeit und medizinischer Versorgung.
 

Fazit und Appell

Die Kombination aus Naturkatastrophen, bewaffneten Angriffen Pakistans und massiven Abschiebungen von Flüchtlingen aus den Nachbarländern hat eine humanitäre Katastrophe ausgelöst, die sich durch Hunger, Armut, Obdachlosigkeit, Krankheit, Arbeitslosigkeit sowie fehlenden Zugang zu medizinischer Versorgung auszeichnet.
 
Wir appellieren daher eindringlich an die Länder der Welt sowie an internationale Hilfsorganisationen:
 
  1. Bereitstellung von Soforthilfe (Nahrungsmittel, medizinische Güter, Notunterkünfte).
     
  2. Unterstützung beim Wiederaufbau der zerstörten zivilen Infrastruktur.
     
  3. Schutz der Zivilbevölkerung vor weiterem humanitären Notstand und Leid.
     
Die Menschen in Afghanistan sind in dieser dunklen Stunde auf die Solidarität der Weltgemeinschaft angewiesen. Jede Verzögerung der Hilfe kostet weitere Menschenleben.
 
Mit vorzüglicher Hochachtung