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Gerechtigkeit für die Opfer: Pakistanische Kriegsverbrecher müssen für die Tötung von Kindern, Frauen und Zivilisten zur Rechenschaft gezogen werden.
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
Am 28. Juni 2026 verletzte das pakistanische Militär erneut den afghanischen Luftraum und führte Luftangriffe auf die afghanischen Provinzen Kunar, Paktia und Paktika durch. Dabei wurden zahlreiche Zivilisten getötet und verletzt. Nachfolgend finden Sie Berichte internationaler Organisationen und Medien über die Vorfälle, die Opferzahlen sowie die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft.
 

1. UNAMA: 28 Tote und 49 Verletzte nach pakistanischen Luftangriffen

Medienbericht vom 29. Juni 2026
 
Die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) erklärte, dass bei den pakistanischen Luftangriffen vom 28. Juni 2026 mindestens 28 Zivilisten getötet und 49 weitere verletzt wurden. Unter den Opfern befanden sich Frauen und Kinder. Der Zustand mehrerer Verletzter sei kritisch, weshalb die Zahl der Opfer weiter steigen könne.
 
UNICEF sowie die Delegation der Europäischen Union in Afghanistan erklärten auf ihren X-Konten, dass sie die Berichte über getötete und verletzte Kinder mit großer Sorge zur Kenntnis genommen hätten. Gemeinsam mit den Vereinten Nationen arbeiteten sie an einer umfassenden Bewertung der Folgen der Angriffe.
 
Beide Organisationen betonten, dass das humanitäre Völkerrecht jederzeit eingehalten werden müsse. Zivilisten und zivile Einrichtungen dürften niemals Ziel militärischer Angriffe sein; insbesondere Kinder müssten besonderen Schutz genießen.
 
Der Sprecher der Taliban-Regierung, Zabihullah Mujahid, erklärte hingegen, dass bei den Luftangriffen mindestens 36 Zivilisten getötet und 163 weitere verletzt worden seien. Nach seinen Angaben bombardierten pakistanische Kampfflugzeuge Wohngebiete in mehreren Regionen der Provinzen Paktia, Paktika und Kunar. Mindestens drei Wohnhäuser wurden vollständig zerstört.
 
Die schwersten Verluste wurden im Bezirk Tsamkani (Provinz Paktia) verzeichnet. Beim ersten Angriff wurden ein älterer Mann und ein Kind getötet. Als Dorfbewohner den Verletzten helfen wollten, wurde derselbe Ort erneut bombardiert. Dabei kamen weitere 28 Menschen ums Leben, rund 158 Personen wurden verletzt.
 
Im Bezirk Giyan (Paktika) traf ein Luftangriff das Wohnhaus eines Zivilisten. Dabei wurden sechs Menschen, überwiegend Frauen und Kinder, getötet.
 
Im Bezirk Manora (Kunar) wurde ein weiteres Wohnhaus vollständig zerstört. Darüber hinaus kamen etwa 30 Nutztiere ums Leben.
 

2. UNAMA: Kinder besonders schwer betroffen

Medienbericht vom 1. Juli 2026
 
UNAMA erklärte, dass in den vergangenen acht Monaten insbesondere Kinder Opfer pakistanischer Angriffe geworden seien. Auf Grundlage von vier UNAMA-Berichten wurden in diesem Zeitraum mehr als 230 Kinder getötet oder verletzt.
 
Zwischen dem 30. September und 31. Dezember 2025 wurden mindestens 25 Kinder getötet und 35 verletzt.
 
Zwischen Januar und März 2026 befanden sich unter 769 zivilen Opfern insgesamt 167 Kinder, darunter 95 Mädchen und 72 Jungen.
 
Auch bei den Angriffen vom 10. Juni sowie den Luftangriffen vom 28. Juni gehörten Frauen und Kinder zu den Hauptopfern.
 
UNAMA berichtete außerdem, dass zwischen dem 30. September und dem 31. Dezember 2025 mindestens neun afghanische Provinzen – Kabul, Kunar, Nuristan, Nangarhar, Chost, Paktia, Paktika, Helmand und Kandahar – von Pakistan zugeschriebenen Angriffen betroffen waren.
 
Dabei wurden mehr als 1.400 Zivilisten getötet oder verletzt, wobei Kinder die am stärksten betroffene Bevölkerungsgruppe darstellten.
 
Mehrere Menschenrechtsorganisationen verurteilten diese Angriffe und forderten unabhängige Untersuchungen möglicher Kriegsverbrechen.
 
Trotz wiederholter Verurteilungen durch die internationale Gemeinschaft und der Aufforderung an Pakistan, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten, wurden die Angriffe fortgesetzt.
 

3. OCHA fordert besseren Schutz der Zivilbevölkerung

5. Juli 2026
 
Das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) erklärte, dass Zivilisten niemals den Preis bewaffneter Konflikte bezahlen dürften.
 
OCHA betonte, Kriege zerstörten nicht nur Häuser und Infrastruktur, sondern auch das soziale Leben, verursachten Angst und hinterließen langfristige psychische Folgen – insbesondere bei Kindern.
 
Ein Einwohner des Bezirks Spera in der Provinz Chost berichtete:
 
„Seit den Luftangriffen können wir nicht mehr ruhig schlafen. Jedes laute Geräusch erschreckt uns und lässt uns glauben, dass erneut bombardiert wird. Unsere Kinder bekommen jedes Mal große Angst, wenn sie Flugzeuge hören.“
 
Die Vereinten Nationen und humanitäre Organisationen forderten erneut alle Konfliktparteien auf, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und die Zivilbevölkerung zu schützen.

 

4. Reaktionen der internationalen Gemeinschaft

29. Juni 2026
 
UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich tief besorgt über die jüngste Eskalation und die hohen Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung.
 
Sein Sprecher Stéphane Dujarric erklärte, Guterres fordere:
 
  • einen sofortigen Stopp der Kampfhandlungen,
  • den Schutz der Zivilbevölkerung,
  • den Schutz ziviler Einrichtungen sowie
  • eine diplomatische Lösung der Streitigkeiten.
UNICEF erklärte, Kinder dürften niemals Ziel militärischer Angriffe werden.
 
Das indische Außenministerium bezeichnete die pakistanischen Luftangriffe als offensichtlichen Akt der Aggression gegen die Souveränität Afghanistans sowie als Bedrohung für Frieden und Stabilität in der Region. Weiter erklärte das indische Außenministerium, die Angriffe seien Ausdruck eines fortgesetzten rücksichtslosen Vorgehens Pakistans und dienten dem Versuch, eigene Misserfolge durch grenzüberschreitende Gewalt zu verschleiern.
 

5. Human Rights Watch fordert unabhängige Untersuchungen

Medienbericht vom 16. Juli 2026
 
Unter Berufung auf UNAMA erklärte Human Rights Watch, dass infolge pakistanischer Luftangriffe mindestens 28 Zivilisten getötet und 49 weitere verletzt worden seien.
 
Die Organisation betonte, dass die hohe Zahl ziviler Opfer die dringende Notwendigkeit unabhängiger und unparteiischer Untersuchungen möglicher Kriegsverbrechen verdeutliche.
 
Human Rights Watch erklärte:
 
„Das humanitäre Völkerrecht verpflichtet alle Konfliktparteien, sämtliche möglichen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um Schäden für die Zivilbevölkerung zu minimieren. Angriffe dürfen ausschließlich gegen militärische Ziele gerichtet werden.“
 
Im Bericht wird außerdem auf weitere Angriffe in Kunar sowie auf ein Behandlungszentrum für Drogenabhängige in Kabul hingewiesen. Diese Vorfälle verstärkten die Besorgnis über den Schutz der Zivilbevölkerung während bewaffneter Konflikte.
 

Wiederholte Angriffe auf Afghanistan

Die Angriffe vom 28. Juni 2026 waren keineswegs ein Einzelfall. Pakistan hat nach vorliegenden Berichten bereits mindestens 13 größere Luftangriffe auf afghanisches Gebiet durchgeführt.
 
Darüber hinaus führte das pakistanische Militär in den vergangenen Jahren mehr als 700 grenzüberschreitende Angriffe auf afghanisches Territorium durch. Dabei kamen unter anderem Kampfjets, Drohnen, Raketen, Mörsergranaten und Artillerie zum Einsatz.
 
Zahlreiche Wohnhäuser, Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Geschäfte und andere zivile Einrichtungen wurden zerstört oder beschädigt.
 
Viele unschuldige Menschen – darunter Frauen, Kinder, Säuglinge und ältere Menschen – verloren dabei ihr Leben oder wurden verletzt. Zahlreiche Angriffe fanden nachts statt, als Familien schliefen. Frauen wurden während alltäglicher Tätigkeiten wie Kochen oder Waschen getroffen und getötet oder verletzt. Kinder wurden beim Spielen Opfer der Angriffe und ebenfalls getötet oder verletzt.
 
Die ständigen Angriffe versetzten die Bevölkerung in Angst und Unsicherheit. Viele Familien mussten ihre Häuser verlassen und unter freiem Himmel übernachten – teilweise bei Regen und ohne ausreichenden Schutz.
 
Außerdem wurden zahlreiche Nutztiere getötet, wodurch vielen Familien ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage genommen wurde.
 

Unser Appell 

Die Vereinten Nationen sowie der Internationale Strafgerichtshof wurden geschaffen, um schwerste Verstöße gegen das Völkerrecht und Kriegsverbrechen zu verfolgen.
 
Deshalb fragen wir:
 
Warum werden die Verantwortlichen für diese wiederholten Angriffe bislang nicht strafrechtlich verfolgt?
 
Stehen die Vereinten Nationen, der Internationale Strafgerichtshof oder andere zuständige internationale Institutionen unter politischem Druck, der sie daran hindert, die Verantwortlichen strafrechtlich zu verfolgen? Werden die Verantwortlichen aus politischen Gründen geschützt?
 
Bei diesen Angriffen wurden Kinder, Frauen und andere unschuldige Zivilisten getötet, Wohnhäuser zerstört und ganze Familien traumatisiert. Vor solchen Verbrechen darf die internationale Gemeinschaft nicht die Augen verschließen.
 
Dem afghanischen Volk wurde schweres Unrecht zugefügt. Diese Angriffe müssen ernst genommen und umfassend untersucht werden.
 
Wir fordern die zuständigen internationalen Institutionen, darunter die Vereinten Nationen und den Internationalen Strafgerichtshof, daher eindringlich auf,
  • unabhängige Ermittlungen einzuleiten,
  • Kriegsverbrechen umfassend zu untersuchen,
  • die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen und
  • dafür zu sorgen, dass Gerechtigkeit für die Opfer hergestellt wird.
Politischer Druck darf der Durchsetzung von Recht und Gerechtigkeit nicht im Wege stehen. Niemand darf über dem Völkerrecht stehen. Die Verantwortlichen für diese Taten müssen nach den Grundsätzen des internationalen Rechts zur Rechenschaft gezogen werden.
 
Mit freundlichen Grüßen