Petition an die Weltgemeinschaft, die Vereinten Nationen und den Internationalen Strafgerichtshof
Sehr geehrte Damen und Herren,die pakistanischen Kriegsverbrecher haben erneut in der Nacht zum 24.09.2026 das Territorium Afghanistans verletzt und in den Provinzen Kandahar, Paktia und Khost Angriffe auf zehn Regionen durchgeführt. Dabei wurden nach bisherigen Berichten vier unschuldige Menschen getötet.
Pakistan hat bereits mindestens 15 Mal den afghanischen Luftraum verletzt und dabei größere Luftangriffe auf afghanisches Gebiet durchgeführt. Darüber hinaus führte das pakistanische Militär in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 700 Angriffe auf afghanisches Territorium durch, bei denen unter anderem Kampfjets, Drohnen, Raketen, Mörser und Artillerie eingesetzt wurden.
Bei den oben erwähnten Angriffen wurden zahlreiche Wohnhäuser, Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Geschäfte, landwirtschaftliche Flächen sowie andere zivile Einrichtungen zerstört oder beschädigt. Zahlreiche unschuldige Menschen, darunter Säuglinge, Kinder, Frauen, ältere Menschen und schwangere Frauen, verloren ihr Leben oder wurden verletzt. Auch Nutztiere kamen dabei ums Leben.
Viele Angriffe fanden nachts statt, während Familien schliefen. Frauen wurden bei alltäglichen Tätigkeiten wie Kochen oder Waschen getötet oder verletzt, Kinder fielen beim Spielen Angriffen zum Opfer. Die anhaltenden Angriffe versetzten die Bevölkerung in Angst und Unsicherheit. Viele Familien mussten ihre Häuser verlassen und zeitweise bei Regen und ohne ausreichenden Schutz unter freiem Himmel übernachten.
Wir hatten uns bereits am 22.09.2026 bei Ihnen über die pakistanischen Luftangriffe auf die Provinzen Kunar und Paktika beschwert, bei denen laut aktuellen Berichten vier Zivilisten getötet und drei weitere verletzt wurden, darunter auch Frauen.
Die Bombardierungen und Angriffe Pakistans auf unschuldige Menschen in Afghanistan sowie auf die Bevölkerung auf beiden Seiten der Durand-Linie sind keineswegs hinnehmbar.
Die pakistanischen Machthaber führen diese Angriffe auf Afghanistan unter anderem mit dem Ziel durch, Afghanistan unter Druck zu setzen und dazu zu zwingen, ihre sieben unrechtmäßige Forderungen zu akzeptieren.
Die sieben Forderungen Pakistans lauten, wie bereits in unseren früheren Schreiben erwähnt, wie folgt:
1. Pakistan fordert die Anerkennung der Durand-Linie als offizielle Grenze. Wir können und werden jedoch die durch diese Linie verursachte Teilung unseres afghanischen Volkes und unseres Territoriums niemals akzeptieren. Aus diesem Grund lehnen wir diese Forderung entschieden ab.
2. Pakistan fordert, dass Afghanistan seine Beziehungen zu Indien beendet. Indien ist jedoch seit Jahrhunderten ein verlässlicher Partner und guter Freund Afghanistans und hat wiederholt humanitäre Hilfe geleistet, ohne Gegenleistungen zu verlangen. Auch diese Forderung weisen wir zurück.
3. Pakistan verlangt, dass Afghanistans Außenpolitik unter pakistanischem Einfluss steht. Dies widerspricht unserer Souveränität und wird daher ebenfalls ausdrücklich abgelehnt.
4. Pakistan fordert die Abtretung des Wakhan-Korridors. Wir stellen unmissverständlich klar, dass wir keinen Teil unseres Territoriums abgeben werden – auch keinen Zentimeter.
5. Afghanistan soll nach pakistanischer Vorstellung nur eine sehr begrenzte Armee von maximal 60.000 Soldaten unterhalten. Auch diese Forderung lehnen wir kategorisch ab.
6. Pakistan will verhindern, dass Afghanistan einen Staudamm am Fluss Kunar baut. Der Kunar ist unser Fluss. Wir lassen uns nicht verbieten, in unserem eigenen Land an unserem Fluss einen Staudamm zu errichten. Diese Forderung Pakistans ist völlig inakzeptabel, und wir lehnen sie kategorisch ab.
7. Pakistan versucht, sich das Recht anzumaßen, über die Bodenschätze Afghanistans zu entscheiden und festzulegen, mit wem entsprechende Verträge abgeschlossen werden dürfen. Auch dies ist eine unverschämte Forderung, die wir unter keinen Umständen akzeptieren können und entschieden ablehnen.
Die Forderungen Pakistans sind rechtwidrig. Wir stellen unmissverständlich klar, dass sich das afghanische Volk niemals vor Pakistan auf die Knie beugen und die genannten Forderungen und Bedingungen nicht akzeptieren wird.
Auf der anderen Seite der Durand Linie, seit Jahrzehnten wird die Bevölkerung in Belutschistan und Paschtunkhwa mit verschiedenen Formen der Repression und Gewalt unterdrückt. Menschen, die ihre Stimme erheben, um ihre Rechte und ihre Freiheit zu fordern, werden nach Berichten von Menschenrechtsorganisationen verhaftet, gefoltert, getötet oder zum Verschwinden gebracht. Zu den bekannten Aktivisten und Aktivistinnen, die in diesem Zusammenhang genannt werden, gehören unter anderem Frau Dr. Mahrang Baloch, Frau Beebow Baloch, Frau Gulzadi Baloch, Herr Bebarg Zehri, Herr Shah Jee Sibghat Ullah und Herr Ali Wazir.
Deshalb haben sich Menschen in Belutschistan, Paschtunkhwa und Kaschmir erhoben, weil sie nicht länger unter einer tyrannischen Herrschaft leben wollen und ihre Freiheit und Rechte fordern.
Ein weiterer Grund für die Luftangriffe und Bombardierungen Pakistans auf afghanisches Territorium besteht darin, die Menschen in Belutschistan, Paschtunkhwa und Kaschmir einzuschüchtern, die sich gegen die pakistanischen Diktatoren erhoben haben. Gleichzeitig sollen dadurch die Menschen in Sindh verängstigt werden, damit auch sie keinen Widerstand gegen das pakistanische Regime leisten.
Seit mehreren Jahren bildet Pakistan mehr als 30 militante und terroristische Organisationen aus, darunter auch den IS-Khorasan, unterstützt diese Gruppen und instrumentalisiert sie für strategische und politische Zwecke sowie zur Destabilisierung der Region.
Ein alarmierendes Beispiel für diese Tatsache ist die Aussage des ehemaligen pakistanischen Außenministers Bilawal Bhutto Zardari während der Münchener Sicherheitskonferenz am 18.02.2023. Er erklärte, dass die Taliban in Afghanistan mithilfe von IS-Terroristen bekämpft werden könnten. Diese Bemerkung verdeutlicht die Rolle Pakistans bei der Ausbildung und dem Einsatz terroristischer Gruppen für strategische Zwecke in anderen Ländern.
Wir appellierne an die Vereinten Nationen und den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag dringend, die pakistansiche Kriegsverbrecher und verantwortliche Diktatoren festzunehmen und sie für völkerrechtliche Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen.
- Anhang:
Terrororganisationen, die Berichten zufolge in Pakistan ausgebildet werden und mit dessen Unterstützung agieren:- IS-Khorasan
- Taliban des pakistansichen ISI
- Haqqani-Gruppe
- Organizing Al Qaeda
- Hizb-ul-Mujahideen (HM)
- Harkat-ul-Ansar (HuA, heute Harkat-ul-Mujahideen)
- Lashkar-e-Taiba (LeT)
- Jaish-e-Mohammad Mujahideen E-Tanzeem (JeM)
- Al Bad
- Jamait-ul-Mujahideen (JuM)
- Lashkar-e-Jabbar (LeJ)
- Harkat ul Jehad al-Islami (HUJI)
- Muttahida Jehad Council (MJC)
- Al Barq
- Tehrik-ul-Mujahideen
- Al Jehad
- Jammu & Kashmir National Liberation Army
- People's League
- Muslim Janbaz Force
- Kashmir Jehad Force
- Al Jehad Force (Fusion aus Muslim Janbaz Force und Kashmir Jehad Force)
- Al Umar Mujahideen
- Mahaz-e-Azadi
- Islami Jamaat-e-Tulba
- Jammu & Kashmir Students Liberation Front
- Ikhwan-ul-Mujahideen
- Islamic Students League
- Tehrik-e-Hurriat-e-Kashmir
- Tehrik-e-Nifaz-e-Fiqar Jafaria
- Al Mustafa Liberation Fighters
- Tehrik-e-Jehad-e-Islami
- Muslim Mujahideen
- Al Mujahid Force
- Tehrik-e-Jeha
- Islami Inquilabi Mahaz
